Ein „Dinosaurier“ – Reaktivierung meines Logloader der Bauart Decker

Posted by Gerd on Donnerstag, 15 Mai 2014

Der Frühling macht bekanntlich alles neu und eigentlich wollte ich in diesem Blog in erster Linie über meine H0e-Projekte berichten. Nun folgt aber ein Fn3-Fund nach dem anderen bzw. irgendwie juckt es mich meine alten Modelle wieder betriebsfähig zu machen um mit ihnen hin und wieder im Garten spielen zu können.

So auch diese „Dinosaurier“, den ich vor gut und gerne 15 Jahren gebaut habe. Es handelt sich um einen Logloader der Bauart Decker. Er wurde bei Waldbahnen zum Verladen von Baumstämmen eingesetzt, insbesondere dann, wenn an rasch wechselnden Orten Baumstämme zu laden waren und sich stationäre Verladeanlagen nicht rentiert hätten.

Genauer gesagt zählt mein Logloader zu den sogenannten Tunnel-Loadern. Dies bedeutet, daß die Wagen in einem Tunnel unterhalb des Kranes passieren können und somit kein parallel-Gleis benötigt wird. Dennoch steht der Kran selbst ebenfalls auf dem Gleis und kann somit per Schiene zu seinem Einsatzort gefahren werden. Viele dieser Loader waren sogar selbstfahrend über einen Kettenantrieb ausgeführt.

Bei der Bauart Decker (ähnlich dem Cody-Loader) verfügt der Kran über ein festes Fahrwerk mit einem Käfig darüber in dem ein zweites Gleis verlegt ist. Über Rampen können die leeren Wagen durch den Loader geschoben werden. Der Zug wird im Anschluß von vorne nach hinten beladen. Die Wagen wurden meist per Seilwinde weiter gezogen, so daß der nächste leere Wagen beladen werden konnte. Zum Schluß wurde der Kran abgebaut und an den Zugschluß angehängt.

Alte Bilder des Logloaders, kurz nach der Fertigstellung.

Auf der oberen Etage eines Logloaders befindet sich die Antriebseinheit, meist mit einer Dampfmaschine, ähnlich wie bei einer Donkey Engine. Über große Seiltrommeln wurden die Baumstämme bewegt und verladen. Wie oben erwähnt konnten über Kupplungen auch die Antriebsketten in Gang gesetzt werden und der Kran meist selber fahren. Weitere Dampfzylinder wurden eingesetzt um den Ausleger zu drehen.

Der Logloader wurde aus Messing und Holz selbst gebaut. Die Seilwinde wird von einem Elektromotor angetrieben und der Ausleger mit einem Servo bewegt. Das Bedienteil ist extern und kann an den Loader angeschlossen werden. In dem Kran habe ich vieles verbaut was ich so in der Restekiste gefunden habe, z.B. Zahnräder aus einem Videorekorder und den Kessel eines Ozark-Bausatzes.

Neben der hier vorgestellten Bauart Decker gab es noch andere wie z.B. den bekannteren McGiffert loader. Dieser Kran konnte seine Drehgestelle, welche an klappbaren Stützen montiert waren, anheben und sich mit seinen 4 Hauptsäulen neben den Gleisen abstellen. Somit war das Streckengleis frei und die leeren Wagen konnten passieren. Ähnlich war dies beim dem Surry-Parker Loader, welche jedoch kein eigenes Fahrwerk besaß. Er wurde meist auf einem Flatcar zum Einsatzort gefahren und über Stützen soweit angehoben daß die leeren Wagen unter ihm passieren konnten.

Weitere Bilder zu den verschiedenen Vorbildern gibt es im Internet unter den oben genannten Suchbegriffen.

One Comment

  • Klaus-p. kerwer sagt:

    Hallo Gerd,
    Günter Schippers leitete mir Deine Mail weiter wegen des Decker-Loaders den Du verkaufen würdest. Obwohl ich schon eine Standmodell eines Decker-Loaders besitze würde mich Deine angetriebene Version schon interessieren. Teile mir doch einfach mal Deine Preisvorstellung mit dann überlege ich es mir gerne.

    schönen Sonntag
    Klaus

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