Die wandelbare Waldbahn

Das Anlagenkonzept

Bei fast jeder Modellbahnanlage steht ziemlich am Anfang die Frage nach dem Konzept…

Klassisch sind „Punkt-zu-Punkt“ Betrieb oder Ringstrecken, hin und wieder auch mal komplexere Konzepte mit Spitzkehrenbahnhöfen oder Nebenstrecken. Jedes Konzept für sich hat seine Vorteile und Nachteile. Eines haben aber meiner Meinung nach alle Konzepte gemeinsam – auf Dauer werden sie langweilig. Wer jedesmal auf einer „Punkt-zu-Punkt“-Anlage „Betrieb“ machen muß damit sich etwas bewegt verliert irgendwann die Lust wenn er einfach mal entspannt einen Zug beobachten möchte. Im Gegenzug wird eine reine Kreisfahranlage wegen fehlender Abwechslung ebenfalls schnell langweilig. Für mich stand daher fest : Es muß eine sinnvolle Kombination aller Möglichkeiten geschaffen werden.

Mehr über die Anlagentechnik ist in der entsprechenden Kategorie zu finden.

Basierend auf den Casani-Malkörpern entstand so das Konzept für meine hoch flexible Segmentanlage, welche mir schon jetzt sehr viele Einsatzvarianten ermöglicht.

Mit aktuell gerade mal 7 Segmenten lassen sich gleich 6 verschiedene Anlagen aufbauen. Hinzu kommen noch 3 Kleinstanlagen. Durch ein 8. Segment werden sich die Kombinationsmöglichkeiten noch weiter steigern.

Kreisfahranlage:

Das klassische Oval mit Betriebsstelle, Holzlager auf der Gegengerade und einem Schattenbahnhof für Abwechslung. Durch die Trennung in der Mitte wirkt die Fahrstrecke sehr lang. Es besteht zudem die Möglichkeit am Abzweig noch weitere Strecken anzuschließen. Hier kann man den Zügen beim Runden drehen zuschauen.

Regalanlage:

„Lang und schmal im Regal“ – unter diesem Motto können die wesentlichen Streckensegmente auch als lange Regalanlage aufgestellt werden. In Verbindung mit dem kleineren Hilfsfiddleyard entsteht so eine Wandanlage die fast überall einen Platz finden kann, bei gerade mal 20cm Tiefe.

Die Eckanlagen:

In zwei Varianten kann die Anlage auch über Eck aufgebaut werden. So erhält man eine etwas längere Fahrstrecke als bei der Regalanlage. Diese Varianten würden sich auch gut für Ausstellungen eignen.

Die Spitzkehrenbahnhöfe:

Zwei weitere Versionen sorgen für mächtig Betrieb auf der Waldbahn, in dem der Bahnhof als Spitzkehrenbahnhof eingesetzt wird, in dem die Lokomotiven umspannen müssen um dann die Fahrt auf der anderen Teilstrecke fortsetzen zu können. Beide Strecken enden in einem FiddleYard. Betriebstechnisch die wohl anspruchsvollsten Varianten.

Die Betriebskonzepte

Die verschiedenen Anlagenformen geben schon die grundsätzlichen Konzepte für vorbildgerechten Betrieb wieder. Grundlegend wird Punkt-zu-Punkt gefahren, außer im Falle der Kreisanlage. Der zu bewältigende Rangieraufwand hängt von der Anlagen-Form ab.

Zusätzlich muß diese Anlage nicht immer für eine europäische Waldbahn genutzt werden. Mit einer Shay und Climax läßt sich auch eine amerikanische Waldbahn glaubwürdig darstellen.

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