Die „Louise Valley Lumber Co.“

dscn4220Die Louis Valley Lumber Company war nie ein besonders großer Holzfällerbetrieb. Irgendwo im Westen der USA begann um 1900 der Holzfällerbetrieb mit dem Bau eines kleinen Sägewerkes mit Waldbahn. Diese hatte zur Aufgabe die Baumstämme zum Sägewerk zu transportieren. Die kleine Bahn hatte nie mehr als zehn Fahrzeuge im Einsatz, welche für den Betriebsablauf genau ausreichend waren. Zu Beginn wurde eine kleine 17 Tonnen Shay eingesetzt.

dscn4235Um 1920 wurde die Shay #1  bei einem Unfall schwer beschädigt und in Eile durch eine gebrauchte 28-ton Shay mit der Nummer #5 ersetzt. Diese große Shay war jedoch für die engen Kurven nur bedingt geeignet und blieb nur zwei oder drei Jahre bei der LVLC, bevor sie durch die Climax #4 ersetzt wurde.

Der Wagenpark umfaßte zu Beginn acht 16′ flatcars. Fünf der Wagen wurden später durch Skeleton Log Cars ersetzt, die verbliebenen drei in Güterwagen für Versorgungaufgaben umgebaut. Zusätzlich steht ein selbst gebauter „Caboose“ zur Verfügung, der als eine Art mobiler Unterstand genutzt wird.

Der Betriebsmittelpunkt befindet sich rings um das kleine Sägewerk in Streckenmitte. Von hier aus wird jeder Streckenast ein bis zweimal täglich befahren. Auch die Waldarbeiter wohnen beim Sägewerk und fahren mit den Zügen hinaus in die Wälder. Bei Bedarf wird der „Caboose“ als Unterstand am Streckenende abgestellt.

Das kleine Sägewerk ist mit einer großen Doppel-Kreissäge ausgestattet, sowie einer Brettsäge. Die Louise Valley Lumber Co. produzierte nur Rohholz, welches an einen anderen Sägewerksbetrieb verkauft und erst dort für den Verkauf abgerichtet wurde. Für den Abtransport aus den Wäldern wurde die Lumber Flume des anderen Sägewerks genutzt.

In den 1940er Jahren kam das Ende für die Louise Valley Lumber Company. Wie so häufig ist auch von dieser Waldbahn am Ende nichts erhalten geblieben. Das Material wurde an einen Schrotthändler verkauft, das Sägewerk und Camp fiel später einem Waldbrand zum Opfer.


Als ich mit dem Bau der 1:6 Shay begonnen hatte habe ich fast alle Gartenbahnsachen verkauft. Bis auf die US-Waldbahnen welche ich als Erinnerungsstücke auf jeden Fall behalten wollte. Später kam dann eine Echtdampf-Shay dazu und mit ihr wurde die Fn3-Waldbahn wieder reaktiviert. Mittlerweile wurde der Fuhrpark auch um ein paar neue Wagen ergänzt.

Als Besonderheit werden bei dieser Waldbahn nur selbstgebaute Wagen eingesetzt. Lediglich bei den Lokomotiven wurde auf Serienmodelle zurückgegriffen.

Aktuell besitze ich selbst (noch) keine Gartenbahn bei mir daheim, doch habe ich natürlich immer noch Zugriff auf die ca 150m Strecke im Garten bei meinen Eltern, die nur wenige km entfernt wohnen. Auch ein paar befreundete Gartenbahner in der Umgebung haben 45mm Gleise im Garten liegen auf denen ich bei Treffen mitdampfen kann. Für alle Notfälle habe ich aber auch noch eine Kiste mit Gleisen die fliegend im heimischen Garten aufgebaut werden können.

Ich hoffe euch gefallen meine hier vorgestellten Modelle und schaut hin und wieder mal vorbei. Es wird immer mal wieder ein kleines Update geben.