Die rumänischen Waldbahnen „C.F.F.“

Holz war schon immer einer der wichtigsten Bau- und Rohstoffe. Mit der Eisenbahn wurde das neue Transportmittel auch immer häufiger zum Transport der Baumstämme eingesetzt. So entstanden zum ausgehenden 19. Jahrhundert zahlreiche Waldeisenbahnen, fast überall in Europa. Besonders bekannt wurden die Waldbahnen in Rumänien, welche teilweise noch bis in die 1990er Jahre regulär in Betrieb waren, und das größten Teils mit Dampflokomotiven. Rumänien galt in den 80/90er Jahren als El Dorado für Waldbahn-Dampf in Europa.

1945 wurden die rumänischen Waldeisenbahnen unter der staatlichen „Căile Ferate Forestiere“ (C.F.F.) zusammengefaßt. Ab den 1980er Jahren begann jedoch auch in Rumänien das Waldbahnsterben. Einige kleinere Bahnen wurden eingestellt, da parallel bereits Forststraßen errichtet waren und das Holz nun bequemer per LKW abtransportiert werden konnte. Andere Strecken fielen dem Bau von Staudämmen zum Opfer.

Um so erfreulicher ist es, daß eine der Waldbahnen bis heute überlebt hat. Die Wassertalbahn in Viseu de Sus gilt als die letzte Waldbahn Europas. Die ehemalige C.F.F.-Strecke ist heute im Besitz der RG-Holz, dem örtlichen Holzunternehmen, und wird noch immer für den Abtransport von Holz genutzt. Auch wenn für die sogenannten Produktionszüge Diesellokomotiven eingesetzt werden, so ist es eine Gruppe von Eisenbahnfreunden zu verdanken, daß es noch regelmäßig Dampfzugfahrten gibt. Aus den ursprünglichen Fahrten für Dampflokfreunde hat sich eine Touristenbahn entwickelt, welche jedoch ihre Wurzeln nicht vergessen hat.